“Am Freitag war es soweit.
Meine Guzzi habe ich wieder zu neuem Leben erweckt.
Noch ein paar Kleinigkeiten und dann sollte sie wieder dorthin fahren wo sie hingehört. Z.Bspl nach Tarvisio auf einen Espresso. Die Arme war sicher schon Jahrzehnte nicht mehr zu Hause!”
Heute: Fensterguck – Sonne!
Bob und Canta angerufen und ab ging die wilde Fahrt.
Auf dem Weg zur Biker-Ranch über traumhafte kleine Straßen mit jeder Menge Kurven, hatten wir dann ein wirklich lustiges Erlebnis, das ich nicht im Detail erzählen möchte.
Guckt einfach diese kleine Bildergeschichte an:
In der Biker-Ranch haben wir dann dieses Schuckstück entdeckt, das dort als Deko missbraucht wird. Der Wirt wollte sich aber partout nicht davon trennen.
Leider hatte der freundliche Mann, der uns fotografiert hat, einen Tremor (Zittern), so dass wir drei Helden auf dem Foto ein bisschen unscharf sind. Aber das ist vielleicht garnicht so schlecht.
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Da Tour:

Heute habe ich die V7 bei Dieter abgeholt. Jetzt steht die Guzzi in neuem Glanz wieder da, wo sie vor 4 Monaten noch als Riesen-Puzzle ihr dasein fristete…
Gestern sind Dieter mit seiner V7, Jens und ich eine kleine Runde zum Testen durchs Bergische gefahren.
Es war zu Anfang schon eine Umstellung, wieder auf der alten Guzzi zu sitzen: Rechtsschaltung und Trommelbremsen!
Aber nach einiger Zeit waren die V7 und ich wieder Freunde und mir fiel ein, warum ich sie so gerne fahre:
Das ist ein Mopped für Männer. Motorradfahren in seiner ursprünglichen Form! Hart aber herzlich.
So in etwa…
Nachdem sie mehr als zwei Jahren demontiert in Einzelteilen bei mir herumlag, hat heute der Meister die V7 zum ersten Mal angeworfen.
Und natürlich ist sie sofort angesprungen, Kupplung und Getriebe sind derartig geschmeidig, wie ich es noch nie erlebt habe.
Danke, Dieter, danke!!!
(Mehr Bilder und Videos folgen)
Heute hab ich die Seitendeckel, Krümmer und Endrohre, die Sitzbank und den Tank zu Dieter gebracht. Und natürlich haben wir die Teile schon mal provisorisch angebracht, um zu shen, wie die V7 wohl aussehen wird:
Großartig!
Das schlichte Schwarz ohne Pinstriping (was ursprünglich angedacht war) sieht super edel aus.
Durch das neue Zündschloss mit Starterfunktion und die Choke-Hebel, die direkt am Vergaser montiert werden sollen, sind nur wenige Kabel und Züge am Lenker, was der Optik zugute kommt.
Heute noch Gas- und Bremszüge, die Chokehebel und Tankgummis beim Guzzi-Schorsch besorgen – dann wird sie wohl in den nächsten zwei Tagen wieder zum Leben erwachen!
Michael aus Villach hat Fotos von seinen Restaurationsarbeiten geschickt.
Auch bei ihm geht es gut voran:
Schön langsam sieht man was es wird, Probesitzen auch schon möglich….
Polieren ist mühsam aber es zahlt sich aus.
Die ganzen Aluteile waren derart “angelaufen das ich sie mit Malerflies vorbearbeiten musste.
Den Motor habe ich mit Backofenreiniger eingesprüht und mit Hochdruck gewaschen und anschließend mit dem Malerflies “poliert”. Strahlen wollte ich nicht..sieht meiner Meinung nach zu schön aus…ein wenig Patina muß schon sein!
Kommende Woche sollte ich die Kotflügel vom Liniern und neue Reifen bekommen dann kann meine Guzzi endlich wieder auf eigenen Beinen stehen.
Dann kommt das Abenteuer Elektrik….
Weil ich heute mit dem Motorrad unterwegs war hatte ich leider nur mein Handy zum Knipsen dabei, als ich Dieter noch das reparierte Schaltgestänge vorbeibrachte.
Schade, denn die gute V7 sieht schon richtig schnuckelig aus!
Dieter wechselte noch drei Birnen im Tachogehäuse – damit hat er die Elektrik auch komplett geschafft!
Gabelöl haben wir noch eingefüllt, jetzt fehlen “nur noch” die Vergaser und Anbauteile, dann kann die V7 im März auf die Straße.
Natürlich musste die neumodische Doppelfanfare, die vorher verbaut war, durch ein “Vintage”-Modell ersetzt werden. Sieht gut aus.
Ob sich der Klang gegen die heutigen Musikanlagen in den Autos durchzusetzen vermag, werden wir sehen.

Der "neue" Endantrieb.
Meister Martinek hat mir aus verschiedenen Antrieben einen anständigen zusammengebaut.
Neben einer gebrochenen Distanzscheibe wurde auch Karies an den Zahnrädern sichtbar. Das Lager wurde auch erneuert.
Als ich das Ganze zu Dieter brachte, wurde der Endantrieb natürlich sofort angebaut. Auch Minusgrade halten meinen Superschrauber nicht davon ab, in die Garage zu gehen, die immerhin von einem Gas-Heizofen auf Temperaturen gebracht wird, bei denen man nicht sofort erfriert.
Dieter hat eine neue, klassische Hupe besorgt, das Zündschloss ist jetzt eins mit Starterfunktion, die Verkabelung ist fast abgeschlossen.